Berufsbild

Operationstechnische Assistenten / Assistentin

Tätigkeitsfelder

Drei Auszubildende in grünen Kitteln simulieren eine Bauchoperation an einer Puppe im SkillsLab

Die Tätigkeitsfelder eines OTAs sind breit gefächert und umfassen verschiedene Aufgaben, die in verschiedene Phasen eines operativen Eingriffs unterteilt werden können:

  1. Vorbereitung des Operationssaals:

    • Reinigung und Desinfektion des OP-Bereichs

    • Bereitstellung der notwendigen Instrumente und Materialien

    • Überprüfung der Sterilität der Instrumente

    • Anordnung der Instrumente nach dem „Instrumententablett“-Prinzip

    • Sicherstellung, dass alle benötigten medizinischen Geräte funktionsfähig sind

  2. Assistenz während der Operation:

    • Unterstützung des Chirurgen und des gesamten OP-Teams während des Eingriffs

    • Übergabe von Instrumenten und Materialien auf Anforderung des Chirurgen

    • Überwachung der Vitalzeichen der Patienten in Zusammenarbeit mit Anästhesisten

    • Dokumentation des Operationsverlaufs in den entsprechenden Unterlagen

    • Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsstandards

  3. Nachbereitung des OPs:

    • Unterstützung bei der Übergabe des Patienten an die Aufwachstation

    • Reinigung und Desinfektion des OP-Saals nach dem Eingriff

    • Aufbereitung und Sterilisation der verwendeten Instrumente

    • Dokumentation und Auswertung der durchgeführten Maßnahmen und Ereignisse

  4. Zusätzliche Aufgaben:

    • Schulung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter oder Praktikanten

    • Mitwirkung bei der Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung von Standards im OP

    • Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen, um stets aktuelles Wissen über neue Techniken und Geräte zu haben

    • Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen, wie Ärzten, Pflegepersonal und Anästhesisten

Ausbildung

Zahlreiche Auszubildende in Freizeitkleidung diskutieren im modern eingerichteten Aufenthaltsraum des Bildungsinstituts

Die Ausbildung zum OTA dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt an Berufsfachschulen in Kombination mit praktischen Einsätzen in Krankenhäusern. Die Ausbildung umfasst theoretische und praktische Inhalte, die sich mit medizinischen, technischen und pflegerischen Aspekten der Tätigkeit befassen.

Berufliche Perspektiven

Operationstechnische Assistenten haben vielfältige berufliche Perspektiven. Sie können in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens arbeiten, darunter:

  • Krankenhäuser
  • Kliniken für ambulante Chirurgie
  • Rehabilitationszentren
  • Forschungseinrichtungen
  • Lehr- und Ausbildungseinrichtungen

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Spezialisierung in bestimmten Fachbereichen, wie z.B. der Herzchirurgie, Neurochirurgie oder der orthopädischen Chirurgie. Mit zusätzlicher Weiterbildung können OTAs auch Führungspositionen im OP-Bereich übernehmen oder sich in der Ausbildung von neuen Fachkräften engagieren.

Zwei Auszubildende in Freizeitkleidung bearbeiten im Klassenraum eine Aufgabe

Weiterbildungsmöglichkeiten

Operationstechnische Assistenten (OTAs) haben verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, um ihre beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erweitern, sich zu spezialisieren oder in neue Tätigkeitsfelder zu wechseln. Hier sind einige gängige Weiterbildungsmöglichkeiten:

1. Fachweiterbildung in speziellen Bereichen

OTAs können sich in bestimmten chirurgischen Fachgebieten spezialisieren, wie zum Beispiel:

  • Neurochirurgie
  • Herzchirurgie
  • Orthopädie
  • Gynäkologie
  • Urologie

Diese Fachweiterbildungen bieten vertiefte Kenntnisse und praktische Fähigkeiten, die für spezifische Operationen und Techniken erforderlich sind.

2. Management- und Führungsweiterbildung

Für OTAs, die eine Führungsposition anstreben, gibt es spezielle Weiterbildungen im Bereich Management und Führung:

  • Leitung von OP-Teams
  • Qualitätsmanagement im OP
  • Personalführung und -entwicklung

Diese Programme bereiten die OTAs auf administrative Aufgaben und Führungsverantwortung vor.

3. Fortbildung zu neuen Technologien und Verfahren

Aufgrund der ständigen Weiterentwicklung im medizinischen Bereich ist es für OTAs wichtig, sich über neue Technologien und Verfahren zu informieren:

  • Minimal-invasive Chirurgie
  • Roboter-assistierte Chirurgie
  • Moderne Anästhesieverfahren

Solche Fortbildungen helfen, die Kenntnisse über aktuelle Techniken und Geräte zu erweitern und die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern.

4. Pädagogische Weiterbildung

OTA`s, die Interesse an der Ausbildung neuer Fachkräfte haben, können pädagogische Weiterbildungen absolvieren, um als Ausbilder oder Lehrkraft tätig zu werden:

  • Pädagogische Konzepte in der Gesundheitsbildung
  • Didaktik für die Ausbildung von Gesundheitsberufen
  • Weiterbildung zur Praxisanleitung

Diese Weiterbildungsmöglichkeiten bereiten die OTAs auf die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten an Auszubildende vor.

5. Zertifikatslehrgänge

Es gibt auch diverse Zertifikatslehrgänge, die auf spezifische Themen oder Fähigkeiten fokussieren:

  • Notfallmanagement im OP
  • Hygienemanagement
  • Patientensicherheit und Risikomanagement

Diese Lehrgänge bieten praxisnahe Kenntnisse, die direkt im Arbeitsalltag angewendet werden können.

6. Studiengänge

Einige OTAs entscheiden sich, ein Studium im Gesundheitswesen zu beginnen, um sich weiterzuentwickeln:

  • Bachelor in Angewandter Gesundheitswissenschaft
  • Bachelor in Pflegewissenschaft
  • Master in Management im Gesundheitswesen

Ein Studium ermöglicht nicht nur tiefere theoretische Kenntnisse, sondern auch neue berufliche Perspektiven in der Forschung, Verwaltung oder Lehre.

Drei Auszubildende in Kitteln führen eine Behandlung an einer Puppe im SkillsLab durch

Weitere Informationen

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS NRW) bietet hierzu unter folgendem Link: weitere Informationen

Fazit

Der Beruf des Operationstechnischen Assistenten/der Operationstechnischen Assistentin ist anspruchsvoll und vielseitig. Er erfordert eine hohe Fachkompetenz, Teamfähigkeit und die Fähigkeit, auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Durch ihre zentrale Rolle im OP tragen OTAs wesentlich zur Sicherheit und zum Erfolg von chirurgischen Eingriffen bei und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Patientenversorgung. Die Weiterbildungsmöglichkeiten für Operationstechnische Assistenten sind vielfältig und bieten zahlreiche Chancen zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Durch gezielte Fort- und Weiterbildungen können OTAs ihre Karriere aktiv gestalten, ihre Fachkenntnisse vertiefen und neue Verantwortungsbereiche übernehmen.

Oft gestellte Fragen

Für die Ausbildung zur PFK benötigst Du in der Regel einen mittleren Schulabschluss (Realschule) oder einen gleichwertigen Abschluss oder einen Hauptschulabschluss mit Abschluss einer 2-jährigen erfolgreichen Berufsausbildung. Es muss eine gesundheitliche Eignung und ein polizeiliches Führungszeugnis vorliegen.

Weitere Informationen findest du hier

Bildungsinstitut für
Gesundheitsberufe
Südwestfalen in Siegen Gmbh

Saarbrücker Str. 9
57072 Siegen

Telefon: 0271 22293210
E-Mail: info@bigs-siegen.de